Faservliestextilien

Nomaco setzt beim Retrofit auf vorbereitete Maschinenmodule

Retrofit - Das ist immer auch ein Beitrag für mehr Nachhaltigkeit

Es gleicht einer Frischzellenkur für die Faservliesstoffanlage des Sächsischen Textil-forschungsinstituts in Chemnitz. Mehr als 20 Jahre hat die Produktionslinie gute Dienste für Forschung und Entwicklung geleistet.

Jetzt war die Zeit reif für eine Modernisierung der Anwendungstechnik – und dieses in Gestalt eines umfassenden Retrofits vor allem in puncto Kommunikation, Sensorik sowie Antriebs- und Steuerungstechnik.

Bewährtes erhalten, Neues integrieren

Bedienen – intuitiver. Ersatzteilverfügbarkeit – verlässlicher. Energiebedarf – effizienter. Digitalisierung – mit mehr Möglichkeiten. Dieser Vierklang muss in der Fertigungsindustrie bei Weitem nicht dazu führen, gleich eine neue Maschine zu kaufen. Die auf Faservliesanlagen spezialisierte Nomaco GmbH versteht sich genau hier als Know-how-Partner, um in die Jahre gekommene Anlagen mit einem intelligenten Retrofit wieder frisch zu machen für einen zweiten Lebenszyklus. „Wir sind sehr stark bei der Modernisierung von Textilmaschinen – speziell, wenn es um die Elektro- und Steuerungstechnik geht“, unterstreicht Geschäftsführer Karsten Pelz. Als Partner nimmt das Unternehmen aus Rehau (Oberfranken) sehr gerne Lenze mit an Bord. „Wir bilden das ganze System von der Cloud hinunter bis zu den Antrieben ab. Das macht individuelle Modernisierungen verlässlich und letztlich auch kostengünstig“, sagt Lenze-Vertriebsingenieur Axel Köller. Zum Leistungsumfang zahlreicher Retrofits zählen häufig auch eine moderne, intuitiv nutzbare Visualisierung sowie schlüssige Konzepte für die Fernwartung. „Unsere Kunden wollen sich nicht um die Antriebe oder die Steuerung kümmern – deshalb sind Gesamtlösungen so wichtig“, betont Karsten Pelz.

Lenze-Antriebe kundenindividuell angepasst

Filter, Isolationsmaterial, OP-Einmalbekleidung, Geotextilien: Vliesstoffe aus Polyesterfasern – so genannte Nonwoven – haben ein weites Einsatzgebiet. Ein bedeutender Standort für anwendungsorientierte Forschung: Das Sächsische Textilforschungsinstitut (STFI) Chemnitz. Damit hier unter industriellen Bedingungen Forschung betrieben werden kann, ist Produktionstechnik gefragt, die auf dem neuesten Stand ist. Statt eine bestehende Nadelvliesanlage auszutauschen, bekam Nomaco den Auftrag für ein Retrofit. Und was für die Fabrik gilt, hat auch beim STFI seine Gültigkeit: Platz ist auch bei Modernisierungen Mangelware. Diese Aussage mag trivial erscheinen, macht aber ein Retrofit abseits begrenzter Budgets häufig zu einer echten Herausforderung – beim Institut vor allem im Bereich der Schaltschränke. Das Ziel bestand darin, diese weitgehend zu erhalten. Das Innenleben kam jedoch neu. Karsten Pelz: „Wir wollen beim Retrofit funktionierende Abläufe – also die Mechanik – erhalten. Anlagen mit kleinem Budget modernisieren und so zukunftssicher machen. Mit Lenze arbeiten wir schon sehr lange als Systempartner zusammen, auch wegen des Know-hows in der Textilindustrie.“

„Es ist das Lenze-Team, das sich der Aufgabe annimmt. Der Erfolg eines
Projektes steht und fällt mit den Personen vor Ort – und gerade auch
mit dem Vertriebsaußendienst.“

Karsten Pelz, Geschäftsführer Nomaco

„Bei Nomaco ist es gelungen, die bestehende Maschine im Rahmen der
Modernisierung modular aufzubauen und so die Zukunftsfähigkeit sicherzustellen.“

Axel Köller, Lenze Vertriebsingenieur

Know-how duplizieren

Damit das Retrofit im STFI schnell erledigt ist, hat Nomaco die Faservliesanlage in funktionale Module unterteilt und diese Schritt für Schritt modernisiert. Die Modularisierung spiegelte sich auch in den Softwaremodulen wider. „Sie sind getestet, lassen sich sehr gut anpassen und vor allem auch in anderen Projekten wiederverwenden“, erklärt Axel Köller. „Das macht so ein Retrofit verlässlich und schnell.“ Ein weiterer Vorteil: Die Maschinenmodule bleiben fix, auch wenn sich die Antriebstechnik ändert – beispielsweise aufgrund variierender Leistungen.
Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau sieht Axel Köller für das Retrofit weiteres Verbesserungspotenzial in Richtung digitaler Services. Hierzu zählt das Asset Management genauso, wie die Analyse von Maschinendaten in der Cloud oder das weite Feld des Condition Monitorings.

Nomaco ist heute in der Lage, mit dem durchgängigen Lenze-Automatisierungssystem alte Anlage zu modernisieren und erstellte Lösungen beziehungsweise das Know-how in andere Projekte zu duplizieren. Die offene Kommunikation und die integrierte Safety versetzt Nomaco in die Lage, gerade in puncto SPS-Ebene herstellerunabhängig zu arbeiten. „Wobei wir auch hier Lenze präferieren“, fasst Karsten Pelz zusammen.

Gemeinsam entwickelt: Nomaco und Lenze

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