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Endlosmaterial wird in der Regel auf Rollen gespeichert, einem Verarbeitungsprozess zugeführt und am Ende wieder aufgewickelt. Zwischen dem Ab- und Aufwickler arbeiten Gleichlaufantriebe. Typische Anwendungen sind:
- Wickeleinrichtungen für Textilien, Folien, Papier, Metallblechen
- Druckmaschinen
- Verpackungsmaschinen
- kontinuierliche Bearbeitungs- und Veredelungsprozesse
Das Wickelgut wird mit konstanter Umfangsgeschwindigkeit auf- oder abgerollt – angepasst an die Bahngeschwindigkeit des vor- oder nachgeschalteten Prozesses. Die Zugkraft im Material wird konstant oder in Abhängigkeit des Durchmessers veränderlich gesteuert. Dieses stellen Tänzer- oder Zugkraftregelungen sicher. Da sich der Radius beim Auf- und Abwickeln kontinuierlich ändert, benötigt der Antrieb einen hohen Drehzahl- und Drehmomentstellbereich. Beim Abwickeln arbeitet der Antrieb generatorisch. Er bremst das Material und führt dabei Energie zurück.
Wickler mit definierten Materialzugkräften werden überwiegend auf stationäre Betriebszustände ausgelegt. Die dynamischen Reserven des Antriebs werden dann genutzt, um den Wickel auch in Notsituationen abzubremsen. Bei Zentrumswicklern wird häufig die Feldschwächung genutzt, da mit kleinerem Durchmesser die Geschwindigkeit zunimmt, das für konstante Zugkraft benötigte Drehmoment allerdings sinkt. Diese Charakteristik entspricht der Feldschwächkennlinie von Drehstrommotoren. Damit sind Antriebe häufig kleiner dimensionierbar.
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