von links nach rechts: Armin Laschet, Monika Rehmert, Enkelkinder der Familie Herbert, Babette Herbert, Nikolaus Belling und Christian Wendler

50-Millionen-Euro-Investition: Lenze legt den Grundstein für neuen Mechatronik-Campus

Das Zukunftsprojekt bietet mehr als 800 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz, soll Ende 2019 fertig gestellt sein und Anfang 2020 in Betrieb gehen.

Lenze, weltweit führendes Automatisierungsunternehmen für den Maschinenbau, hat heute in Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, der Bürgermeisterin der Gemeinde Extertal, Monika Rehmert, sowie der Gesellschafter des Unternehmens den Grundstein für den neuen "Mechatronic Competence Campus" (MCC) in Extertal gelegt.

Der hochmoderne Entwicklungs- und Fertigungsstandort in Nordrhein-Westfalen ist mit rund 50 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der 70-jährigen Geschichte des Unternehmens. Das Zukunftsprojekt bietet mehr als 800 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz, soll Ende 2019 fertig gestellt sein und Anfang 2020 in Betrieb gehen.

Christian Wendler, CEO von Lenze, sagte anlässlich der Grundsteinlegung: "Lenze befindet sich im Aufbruch. Im Rahmen unserer Strategie 2020+ haben wir uns weltweit ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Daher stellen wir auch unseren Standort in Extertal neu auf und führen unsere gebündelte Kompetenz im Bereich der Mechatronik im neuen Mechatronic Competence Campus erstmals unter einem Dach zusammen. Mit der Investition bekennen wir uns klar zum Standort, sichern unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und bieten unseren Mitarbeitern eine langfristige Perspektive und Arbeitsplätze für die Zukunft."

"Mit dem neuen Campus schaffen wir nicht nur eine der zukunftsorientiertesten Mechatronik-Produktionsstätten Deutschlands sondern vor allem auch ein wichtiges Referenzprojekt für die Zukunft der Zusammenarbeit. In agilen, interdisziplinären Teams werden unsere Mitarbeiter in Extertal künftig auf zahlreichen offenen Flächen zusammenarbeiten und für unsere weltweiten Kunden die besten mechatronischen Lösungen und Services erarbeiten", so Christian Wendler weiter.

Babette Herbert, Gesellschafterin Lenze, sagte: "Lenze ist ein Familienunternehmen. Unsere mehr als 70-jährige Geschichte sowie unsere Tradition geben uns Wurzeln und Anker. Aber ein Erbe ist nur dann nützlich, wenn es dazu verhilft, die Zukunft zu gestalten. Dafür werden wir Gesellschafter uns auch in den kommenden Jahrzehnten einsetzen. Die heutige Grundsteinlegung des MCC erfüllt uns mit großem Stolz und wir blicken voller Vorfreude und Optimismus in die Zukunft Lenzes, die mit dem Mechatronic Competence Campus hier in Extertal Gestalt annimmt."

Monika Rehmert, Bürgermeisterin der Gemeinde Extertal: "Lenze gehört zu Extertal, das bestätigt sich eindrucksvoll mit der Investitionsbereitschaft in den Gründungsstandort. Als Anerkennung für 60 Jahre Lenze im Extertal wurde die zum künftigen MCC führende Siemensstraße in Elisabeth-Belling-Straße umbenannt. Elisabeth Belling, die Tochter des Firmengründers von Hans Lenze, war lange Jahre maßgeblich an der Geschäftsleitung von Lenze beteiligt."

Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen: "Der Mechatronic Competence Campus ist ein beeindruckendes Beispiel für die hochmodernen Verfahren der Industrie 4.0. Hier werden bald zukunftsweisende Produkte hergestellt werden. Damit macht das Unternehmen Lenze sich und seine Produktion fit für den internationalen Wettbewerb der Zukunft. Diese Investition ist ein klares Bekenntnis des Familienunternehmens - zum Standort Extertal und zum Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen."

Lenze hat mit der Vorlage seiner Strategie 2020+ im vergangenen einen klar definierten Weg in die Zukunft aufgezeigt und setzt dabei auf nachhaltiges Wachstum in den drei strategischen Säulen Mechatronics, Systems und Digital. Ziel ist es, den Umsatz bis zum Jahr 2020/21 auf 850 Millionen Euro zu steigern - mit den Chancen der Digitalisierung peilt das Unternehmen sogar die Milliarde an.

Mit der Investitionsentscheidung für den Mechatronic Competence Campus schlägt Lenze ein neues Kapitel im Bereich seiner ersten strategischen Säule, der Mechatronik, auf und führt in Extertal drei vormals räumlich voneinander getrennte Standorte im MCC unter einem Dach zusammen. Mit diesem Schritt sichert Lenze die Zukunft des vor mehr als 60 Jahren gegründeten Standorts und schafft für die rund 800 Mitarbeiter eine nachhaltige Perspektive für die Zukunft.

Durch den Einsatz modernster Technik im Zeichen von Industrie 4.0 werden in Extertal mittel- und langfristig zudem neue Tätigkeitsfelder- und aufgaben entstehen. Als Familienunternehmen, das den Menschen in den Mittelpunkt seines Denkens und Handelns stellt, investiert Lenze daher bereits jetzt massiv in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter und stellt die Weichen, um bei der Gestaltung der Digitalisierung ganz vorne mit dabei zu sein.

Das neue Gesamtlayout des Standorts unterstützt einen klaren Auftrags- und Materialfluss unter schlanken Produktions-Gesichtspunkten ("Lean-Production") und wird in eine gemeinsame Steuerung der bisher getrennt operierenden Produktionsbereiche eingebettet. Das ist die Basis für die "digitale Fabrik". Industrie 4.0 findet auf dem Campus ihren praktischen Niederschlag. So werden unter anderem Vernetzung und Steuerung von Grund auf neu konzipiert und in der Produktion selbst kommen fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz. Das sogenannte "Technikum" ist das Herzstück des neuen Campus. Hier dreht sich alles um Produktinnovation und Entwicklung. Durch die räumliche Nähe zwischen Technologie und Produktion und die enge Zusammenarbeit in Projektteams verkürzt sich das "Time-2-Market" deutlich. Davon profitieren insbesondere die weltweiten Kunden des Unternehmens. Der MCC ist zudem ein entscheidender Schritt, um mehr Innovation zu fördern und die Ergebnisse im Innovationsprozess zu verbessern.

Zusammengefasst:

  • Der Mechatronic Competence Campus ist die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte von Lenze und ein Symbol moderner Zusammenarbeit im Zeichen von Industrie 4.0.
  • Durch die Zusammenlegung von drei Standorten werden Abteilungsgrenzen aufgelöst, die Zusammenarbeit in agilen, interdisziplinären Teams gefördert und Abstimmungswege verkürzt.
  • Neue Produkte können so schneller auf den Markt gebracht werden als zuvor. So wird Lenze in Extertal künftig den gesamten Produktentstehungsprozess deutlich effizienter gestalten: von der Idee - die Serienfertigung - bis zum Service.

Der Lenze-Standort in Groß Berkel in Niedersachsen bleibt wichtigster Standort für die Elektronikproduktion bei Lenze. Auch hier investiert Lenze im Rahmen seiner Wachstumsstrategie 2020+ in den kommenden Jahren in die Produktionsausstattung.

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